Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht

29. April 2018

Keine Schutzwirkung des Steuerberatungsvetrages für den Arbeitnehmer

Ein Steuerberatungsvertrag zwischen dem Steuerberater und einem Arbeitgeber über die Erstellung der Lohnbuchhaltung entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer ist für die Erfüllung seiner steuerlichen Pflichten vielmehr allein verantwortlich. Erteilt der Steuerberater also eine falsche Auskunft (hier zur Abführung von Lohnsteuer bei einem Arbeitnehmer, der teilweise in der Schweiz beschäftigt ist), so kann der Arbeitnehmer daraus keine Schadensersatzansprüche gegen den Steuerberater herleiten (OLG Frankfurt am Main, Hinweisbeschluss vom 14.09.2017 - 8 U 240/16).

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26. Mai 2015

Schadensberechnung bei fehlerhafter Steuerberatung

Erfolgt eine unzutreffende steuerrechtliche Beratung und kommt es dadurch zu einer zu hohen Steuerbelastung des Mandanten, so ist der steuerliche Berater zum Schadensersatz verpflichtet. Viele steuerliche Gestaltungen führen aber gleichzeitig zu einer steuerlichen Begünstigung Dritter (z.B. Angehöriger, Gesellschafter etc.). Solche Vorteile sind grundsätzlich bei der Berechnung des Schadens nicht zu berücksichtigen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Dritte in den Beratungsvertrag einbezogen worden ist (BGH, Urteil vom 05.02.2015 - IX ZR 167/13).

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