Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht

9. Februar 2015

Gründungskosten in der GmbH-Satzung

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In der Satzung einer GmbH kann diese die Kosten ihrer Gründung übernehmen. Dies folgt aus § 26 Abs. 2 AktG analog. Allerdings darf im Hinblick auf den Grundsatz der Kapitalerhaltung kein unangemessen hoher Gründungsaufwand übernommen werden. Herfür macht das Gesetz keine klaren Vorgaben. Gründungskosten in Höhe von 60 % Stammkapitals sind jedenfalls unangemessen. Das gilt auch, wenn die GmbH im Rahmen eines Umwandlungsvorganges gegründet wird (OLG Celle, Beschluss vom 22.10.2014 - 9 W 124/14).

In der Praxis akzeptieren die Registergericht meist einen Aufwand von ca. 10 % des Stammkapitals.

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21. November 2014

Kein Betriebsausgabenabzug bei vergeblicher Gründung im Ausland

Versucht ein Freiberufler im Ausland eine sog. feste Einrichtung (Betriebsstätte) zu errichten, so untrerliegt der Gründungsaufwand nach dem Doppelbesteuerungsabkommen im Regelfall dem Besteuerungsrecht des ausländischen Staates. Wenn dies so ist, können Aufwendungen für die Gründung auch dann nicht im Inland steuerlich geltend gemacht werden, wenn die Gründung später scheitert (BFH, Urteil vom 26.02.2014 - I R 56/12).

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