Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht

16. Mai 2014

Haftung des Steuerberaters bei Erörterung der Insolvenzreife

Ein Steuerberater ist im Rahmen seines (nur) steuerrechtlichen Mandats grundsätzlich nicht verpflichtet, auf die mögliche Insolvenzreife einer Gesellschaft hinzuweisen. Das ändert sich aber dann, wenn der Steuerberater eine mögliche Insolvenzreife der Gesellschaft mit dem Geschäftsführer “konkret erörtert”. Dann muss der Steuerberater auch fachlich richtig beraten (BGH, Urteil vom 06.02.2014 - IX ZR 53/13).

Nach dieser Entscheidung wäre der Steuerberater unter Haftungsgesichtspunkten am besten beraten, seinem Mandanten gar keine Auskunft zu der Frage der Insolvenzreife zu geben. Das ist in der Praxis natürlich nicht möglich. Entlasten kann sich der Steuerberater allerdings mit dem ausdrücklichen Hinweis auf bestehenden rechtlichen Beratungsbedarf und dem gleichzeitigen Verweis darauf, dass dieser nur durch Rechtsanwälte erfolgen darf.

Rechtsanwaltskanzlei Henning Schröder
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